Aufbruch in Ingolstadt mit der #csu- ? Von wegen!


Nachdem der Fraktionsvorsitzende der CSU Ingolstadt Joachim Genosko ein Paradebeispiel an Bauchpinselei abgeliefert hat, hier ein paar Gedanken von mir zu seinen Punkten. Eine Reaktion ist per se immer im Nachteil, aber in diesem Fall gehören die Genossen von der CSU mal auf den Boden der Tatsachen geholt.

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder der CSU!

Warum nicht liebe “Ingolstädter”, sitzt man nur für seine “Klientel” im Stadtrat?

Langfristig zahlen sich Mut, Beharrlichkeit und politisches Geschick immer aus: Allerorten in Ingolstadt herrscht zurzeit eine geradezu euphorische Aufbruchsstimmung. Bei vielen schwierigen Themen und Herausforderungen, die uns seit Jahren beschäftigen, geht es richtig voran. Die Schanz wächst und gedeiht mit Qualität – trotz aller Unkenrufe von Bedenkenträgern, die alles Mögliche im Sinn haben, nur nicht das Wohl der Bürgerinnen und Bürger von Ingolstadt!

Die Schanz wächst, soweit durchaus richtig? Mit “Qualität” zu prahlen ohne Referenzpunkte zu liefern ist allerdings wie die Aussage “Die Nacht ist schwarz”. Welche Qualität ist denn gemeint, die der Verkehrs-Stau-Infrastruktur, die Wohnungssituation oder die ca. 2500 Menschen die auf “Die Tafel” angewiesen sind um nur mal ein paar zu nennen? Bis auf den sprachlichen Trick, ohne eigene Inhalte mit dem Finger auf “andere” zu zeigen, war es nicht weit her. Ergänzend hierzu definieren diese “Bürger” ihr Wohl schon noch selbst und nicht eine CSU Fraktion in Ingolstadt…

Oberbürgermeister Dr. Alfred Lehmann und Stadtbaurätin Renate Preßlein-Lehle haben das Glück der Tüchtigen auf ihrer Seite: Mit visionären, nachhaltigen Konzepten befördern sie die hohe Lebensqualität in unserer Heimatstadt.

Verwaltung ja – Visionen sind ungleich schwerer zu erkennen imho…

Ich gratuliere denn auch allen Beteiligten aus ganzem Herzen zur erfolgreichen Bewerbung um die Landesgartenschau 2020. Der geplante Bürgerpark im Nordwesten, davon bin ich felsenfest überzeugt, wird zig Tausende von Gästen nach Ingolstadt locken und zugleich eine echte Bereicherung für die Bevölkerung sein.

Ja eine Landesgartenschau ist toll, aber was machen wir in der Zeit bis dahin? Bauchpinseln?

Liebe politische Mitstreiter!

Ach, jetzt die “Unkenrufer” , Bedenkenträger und “Unwohl-Bringer” für die Bürger mit “Liebe” anzusprechen – srsly? Leicht bipolare Einstellung meines Erachtens.

Wohin Sie zurzeit auch blicken – die Entwicklung der Schanz ist nach wie vor ungemein dynamisch und faszinierend.

Für Statistiker ist diese “Entwicklung” sogar  berechenbar und nicht nur faszinierend und “dynamisch”. Die Entwicklung war wie es scheint, bereits vor bald 10 Jahren so dynamisch und faszinierend sodass die Stadt unter der Prämisse Ingolstadt2010(20) ein anerkennenswert gut gemeintes Projekt aufsetzte.

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Alleine der Themenkomplex ÖPNV zeigt aber die Schwäche besonders der CSU auf. Trotz der Eingaben der Bürger wurden wichtige Themen sträflich vernachlässigt. Was helfen tolle publikumswirksame Veranstaltungen wenn sie schlussendlich nicht umgesetzt werden? Es drängt sich der Eindruck von “Dampfplauderei” auf oder die Altherren-Riege der CSU hat keinen Bock mehr zu arbeiten.

Aus der Vielzahl der positiven Beispiele will ich nur einige wenige nennen: Auf dem Gießereigelände etwa wird die Altstadt vielversprechend nach Osten erweitert.

Das glaub ich nach meiner Fototour letztes Jahr erst wenn es soweit ist. Ich hoffe das sich die Bürger wohler fühlen werden als die Rumänen die man in einem Slum hausen ließ , der einer Deponie in der dritten Welt Konkurrenz machte. Städtebaulich drohen – aus der Erfahrung Rathausplatz, Hotels und Einkaufszentren – Platzmangel für die FH, zerstörte Grünflächen und eine Schädigung des Stadtbildes und seinem Aushängeschild dem neuen Schloss.

An beiden Ufern der Donau entstehen neue Attraktionen. Die Wiedereröffnung der Altstadtkinos und die Modernisierungen in der Fußgängerzone setzen Akzente für die Innenstadt.

Hoffentlich verzichtet man bei der Modernisierung nicht auf Anwohner und Gruppen wie die Aktion Innenstadt. Auch Partnerstädte wie Györ wären von der Gestaltung her eine wahnsinnig gute Vorlage.

Mit Augenmaß werden Baugebiete ausgewiesen, damit Wohnraum für jeden Geldbeutel und Geschmack entsteht.

Da ich seit 2003 in Ingolstadt bin und doch ein paar Jahre mit Immobilien zu tun hatte, frage ich mich gerade ob sich der Herr Genosko auch nur einmal die Bodenrichtwerte der Stadt Ingolstadt tatsächlich angesehen hat. Und Wohnraum für jeden Geldbeute ist eine verhöhnende Aussage in Zeiten in denen eine stinknormale 3-Zimmer Wohnung als Schlagzahl wegen der Grundstückspreise mal eben weit über 200.000 € kostet.

Selbst Mietpreise von über 10€ pro m² sind mittlerweile normal. Das ist krank und verwundert sogar Bauträger und Makler das dies gezahlt wird.

Auf diesen Lorbeeren wird sich die CSU-Stadtratsfraktion jedoch nicht ausruhen. Wir sind der Garant dafür, dass es auch künftig mit Ingolstadt weiter aufwärts geht. Damit sich auch die kommenden Generationen in unserer schönen Schanz zuhause fühlen!

Damit sich die kommenden Generationen auf die Herausforderungen besonders in Ingolstadt einstellen können, brauchen wir keine rückwärtsgewandte CSU-Rädelsführerschaft, definitiv nicht. Die Garantie der CSU für den Aufschwung hat den Wert windiger Finanzprodukte: 0,0.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein erholsames, sonniges Frühlingswochenende!

Mit herzlichen Grüßen,

Joachim Genosko
Fraktionsvorsitzender

Ebenso & Bis bald!

Quelle: Piraten-Planet
Autor:

Datum: Sonntag, 18. März 2012 11:57