Aus dem Nest gefallen XVIII


sperling

Roberto Verzo CC BY 2.0Als sich der Sperling die Tage das Gezwitscher anhörte, bemerkte er, dass einige davon sprachen, dass es an der Zeit wäre, die Problem früherer Zeiten aufzuarbeiten – am besten offen bei Twitter, so wie es scheint. Ob das so Sinn macht, das fragt sich der Sperling schon, es muss doch bessere Wege geben, damit in der Voliere Frieden einkehrt.

Im Rückblick sieht der Sperling, das zwischen den Paradiesvögeln und den Raben viele böse Worte gefallen sind, Dinge wie “Verräter an den Kernthemen”, “Linksfaschist”, “RadFeme” oder “Konservativer Pirat” und “Neoliberale Kloake”. Mancher wurden auch maximal beleidigt mit “du bist ja rechts”, wenn nicht gleich als “Nazi” beschimpft. Üble Zeiten waren das, wirklich.

Beide “Seiten” haben in diesem Konflikt gelitten, viele Verletzungen wurden zugefügt, und auch der Sperling hat einstecken müssen und kräftigst ausgeteilt – etwas, das ihm im Nachhinein sehr leid tut, vor allem wenn er heute einen trifft, dem er übel mitgespielt hat.

Vielleicht geht es dem einen oder anderen Flattermann hier auch so, vielleicht fehlt der Mut oder die Gelegenheit, dies zu sagen. Lösen könnte man das vielleicht dadurch, dass ein Prozess zur Aufarbeitung gestartet wird. Denn der kleine Piepmatz mit dem scharfen Schnabel denkt, dass der Weg für eine vernünftige Vergangenheitsbewältigung nun frei ist – die größten Krakeeler sind weg und Einsicht breitet sich aus.

Die Frage ist aber: Warum gibt es keine Aufarbeitung, will oder kann etwa keiner (anfangen)? Haben alle Angst vor  #dingen, die erinnert und evtl. erst wirklich öffentlich werden? Ist es die Sorge vor einem neuen Konflikt oder fehlt einfach ein “Plan”?

Der Sperling schlägt vor, dass einerseits jeder, der denkt, dass er unfair war, versucht mit seine Gegnern Frieden zu schliessen – so mit “Hand reichen” und allem drum und dran. Andererseits wäre es gut wenn wir das vielleicht auf einer “Konferenz” schaffen (so mit Podium oder/und Stuhlkreis ^^), oder mit einer großen, mehrtägigen, lockeren Zelt-, Rede- und Grillparty (des Sperlings liebste Lösung), Eine weitere Möglichkeit ist so etwas wie eine Wahrheitskommission, das aber nur wenn es nicht anders geht. Ein Parteitag eignet sich nicht, auch nicht um am Rande zu reden – denn da kommt bekanntlich der #bpthausmeister und wirft uns raus, bevor wir fertig sind.

Sehr wichtig wäre es auch, sich bei denen zu entschuldigen, die nicht mehr in der Partei sind. Was wir erreichen müssen, ist Frieden, nicht nur Ruhe – denn die aktuelle Ruhe macht müde, aber der Frieden, der motiviert!

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Quelle: Piraten-Planet
Autor:

Datum: Samstag, 19. März 2016 9:57

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