Berlinwahl – zu früh, zu schlecht


Piratenpartei Berlin | CC BY Piratenpartei Deutschland

Sieben Kandidaten in Berlin | CC BY SA 2.0 Piratenpartei Berlin

Sieben Kandidaten in Berlin | CC BY SA 2.0 Piratenpartei Berlin

Die Berliner Piraten rockten den Wahlkampf. Sie waren motiviert, kreativ, man traf sie an Infoständen bis in die Morgenstunden hinein und standen gefühlt “irgendwo bei 6%”. Auch die letzte Umfrage vor der Wahl versprach 3.4% – eine Zahl, die dazu anspornt, noch ein wenig mehr zu geben statt dazu verleitet, resigniert das Handtuch zu werfen. Umso enttäuschender ist das Ergebnis mit aktuell (18.09.2016, 19:30)  um die 1.5 %.

Nun werden die verbliebenen Piraten ihre Büros im Abgeordnetenhaus räumen. Anders als erhofft, übernehmen keine frisch gewählten Piraten die Räumlichkeiten. Mit 5% hätten es sieben, vielleicht acht Piraten werden können. In der neuen Legislaturperiode sitzen nicht nur keine Piraten mehr im Stadtparlament, nein, mit dem schlechten Abschneiden scheint jeder zukünftige Erfolg in Zweifel gezogen. Ein dauerhafter Misserfolg ist bei genauerer Betrachtung jedoch keineswegs ausgemacht. In den Medien fanden wir Piraten in letzter Zeit wieder Erwähung. Nicht mit Skandalen, finsteren Tweets oder zweifelhaften Äusserungen, sondern mit Inhalten, persönlichem Einsatz und Erfolgen, die wir uns auf die Fahnen schreiben konnten.

Politiker anderer Parteien sehen den Auszug der Piraten durchaus wehmmütig, hatten die Abgeordneten doch konstruktive Vorstellungen wie die Zukunft zu gestalten sei. Dass sich dieses Bild von Partei zu Partei unterscheidet, liegt in der Natur der Sache – das verbindende Element war und ist dabei jedoch der Gestaltungswille für die kommenden Jahre. In Niedersachsen jedenfalls konnten wir bei der Kommunalwahl letzte Woche 49 Sitze holen, was sogar eine kleine Steigerung zur vorherigen Wahl im Jahr 2011 bedeutet. Auch wenn wir in Berlin nicht ansatzweise an das Ergebnis von 2011 anknüpfen können, ist der Aufwärtstrend – ganz neu bei nahe Null beginnend- nicht zu leugnen. Die Berlinwahl kam zu früh und das Ergebnis war zu schlecht.

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Quelle: Flaschenpost
Autor:

Datum: Sonntag, 18. September 2016 18:34