Grenzen öffnen!


Kurzer Kommentar von mir zur aktuellen Flüchtlingsdebatte.

Deutschland und Europa hat seinen Reichtum mit der Ausbeutung anderer Weltregionen aufgebaut und erhält sie weiterhin. Ein Blick auf unser Außenhandelsdefizit genügt, um das zu erkennen. Wer geglaubt hat, in einer vernetzten, globalisierten Welt dauerhaft auf einer Insel des Wohlstands wohnen zu können, ohne das die Ausgebeuteten etwas abhaben wollen, irrt.

Wer Grenzen schließt, gefährdet den Wohlstand. Unser Wirtschaftssystem wieder ins nationale Korsett zu zwängen ist gefährlich, kostet hunderte Milliarden Euro und wird zu steigender Arbeitslosigkeit führen. Grenzen und Nationalstaaten sind etwas aus dem vergangenen Jahrtausend. Vernünftig wäre, die Grenzen zu öffnen und die Anpassung hin zu einer globalen, multi-minoritäten Gesellschaft möglichst schnell durchzumachen. Also eine Gesellschaft, in der es keine Mehrheitskultur mehr gibt. So können wir es schaffen, dass Ausgrenzung gar nicht mehr möglich ist (siehe Hawaii oder Indien). Ich sage nicht, dass es dann keine Probleme mehr gibt. Aber die Probleme wären kleinteiliger und luxuriöser.

Wenn wir darüber sprechen, Wohlstand zu erhalten, müssen wir zuerst Wohlstand schaffen – für alle, nicht nur in Europa. Wohlstand führt zudem empirisch zu friedlicheren Gesellschaften, denn Leute die etwas zu verlieren haben greifen nicht zu Waffen.

Also: Grenzen auf! Alles andere dürfte schmerzhafter sein, als einen unabwendbaren Prozess zu begrüßen und damit gestaltbar zu machen.

Quelle: Piraten-Planet
Autor:

Datum: Montag, 22. Februar 2016 22:17

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