Grossherzogliche Grabkapelle in Karlsruhe hat Winterpause beendet


Ab sofort ist das beliebte Ausflugsziel der Karlsruher wieder für Besucher geöffnet und auch die interessanten Sonderführungen finden wieder statt.   Gedenkort in der Einsamkeit Das monumentale Bauwerk nördlich des Karlsruher Schlosses wurde aus einem sehr traurigen Grund erbaut: „In der Abgeschiedenheit des tiefen Waldfriedens“ wollte das Großherzogspaar Friedrich I. und Luise von Baden den früh verstorbenen Sohn Prinz Ludwig Wilhelm betrauern. Die Sehnsucht nach einem Gedenkort in der Einsamkeit führte zum Bau des kunstvollen Mausoleums im würdevollen gotischen Stil der großen Kathedralen. Die Großherzogliche Grabkapelle ist heute die letzte Ruhestätte für 18 Mitglieder der Großherzöge von Baden. Ein Kleinod als Ort des Gedenkens Die Großherzogliche Grabkapelle ist ein Kleinod der Architektur des 19. Jahrhunderts. Weithin sichtbar ist ihr Turm in gotischen Formen, mit Wasserspeiern und Fialen. Das Mausoleum aus rotem Buntsandsein beeindruckt besonders durch seine detailreiche Ausstattung, etwa durch die feinen Steinmetzarbeiten an den Säulen, die die Gewölbe tragen. In den Querschiffen des Kirchenraumes erinnern drei Grabmale mit marmornen Liegefiguren an Prinz Ludwig Wilhelm und seine Eltern. Still und friedlich, als ob sie schliefen, liegen der Prinz und das Großherzogspaar auf ihren mit kunstvoll drapierten Stoffen bedeckten Ruhestätten. Die Werke des Karlsruher Bildhauers Hermann Volz sind Glanzleistungen der Skulptur des späten 19. Jahrhunderts. Bei Sonderführungen Geschichte erleben Die Oberkirche mit den Marmorbildnissen der großherzoglichen Familie ist für Besucher vom 1. April bis 30. Oktober donnerstags bis sonntags geöffnet. Einblicke in die sonst unzugängliche Gruft bekommt man bei Sonderführungen, die jetzt wieder angeboten werden. Dr. Petra Pechaček, die zuständige Konservatorin, […]

Quelle: burgen.de
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Datum: Sonntag, 3. April 2016 10:06