Nachwirkung: Weiterhin krebserregender Stoff in Müller Kinderkreiden


Straßenmalkreide der Drogeriemarke Müller ist weiterhin mit krebserregenden Farbbestandteilen belastet. Sowohl in der Müller Straßenmalkreide, im Straßenmalkreideset mit Halter und in den Jumbokreiden wies ein beauftragtes Labor erhöhte Mengen 2,4-Toluylendiamin nach. Der Stoff ist laut Europäischer Chemikalienagentur krebserregend. Bei Ratten sorgt er bereits durch Maulkontakt für Tumore. Schon in unserem Test Straßenmalkreide für Kinder (ÖKO-TEST 4/2016) fiel die in Eimern verkaufte Müller Straßenmalkreide mit "mangelhaft" durch. Damals wies das Labor in den roten Stiften des Sets hohe Mengen des Krebserregers nach. Im August teilte die Drogerie Müller zunächst mit, man habe die Farbe Rot dauerhaft entfernt. Ein Nachtest der neuen Eimerversion ergab jedoch: Auch in den violetten Klötzen stecken erhöhte Mengen 2,4-Toluylendiamin. Das Gesamturteil bleibt folglich "mangelhaft". Im Drogeriegeschäft fielen uns zudem ein weiteres Straßenmalkreideset mit Halter sowie Jumbokreiden von Müller negativ auf: Sie enthalten bis heute rote Kreidestifte. Die Analyse ergab prompt: mit 2,4-Toulylendiamin belastet. Wir würden sie daher auch mit mindestens "mangelhaft" bewerten. Das Kreideset mit Halter (drei Stück für 1,49 Euro) befinde sich im Abverkauf und werde künftig nicht mehr angeboten, hieß es nun vom Unternehmen. In künftigen Lieferungen der Jumbokreiden (vier Stück für 1,99 Euro) und der Müller Straßenmalkreide im Eimer (20 Stück für 1,49 Euro) würde auf Violett und Rot verzichtet. Gesamturteil bleibt "mangelhaft"

Quelle: oekotest.de Newsfeed
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Datum: Donnerstag, 24. November 2016 13:00

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