Zuwachs bei den Piraten: Fusion mit ALFA und FDP nun spruchreif


Die Piratenpartei auf der Demo Demo Freiheit statt Angst|  CC BY 2.0 Jürgen Brocke

Logo PiratenparteiGerüchte gab es nun schon seit geraumer Zeit, doch vor allem in den letzten Wochen verdichteten sich die Hinweise (wir berichteten). Doch heute können wir exklusiv bestätigen, dass es eine Fusion zwischen der Piratenpartei Deutschland, der Allianz für Fortschritt und Aufbruch (ALFA) und der FDP geben wird.

Alle drei Parteien haben seit der letzten Bundestagswahl im Jahr 2013 mit geringer werdender Zustimmung der Wählerschaft zu kämpfen. Alle Maßnahmen, die ergriffen wurden, um die frühere Popularität wiederzuerlangen, schienen kaum Früchte zu tragen. Vor allem ALFA kämpfte im Schatten der ehemaligen Mutterpartei AfD ums Überleben.

Nach langer Überlegung und vielen Verhandlungen soll nun eine Fusion die Lösung für diese Probleme darstellen. Dabei gab es natürlich einige Hürden zu überwinden, da vor allem die Kernaussagen der verschiedenen Grundsatzprogramme der Parteien sehr unterschiedlich sind.

„Es war natürlich nicht einfach“, so Stefan „sekor“ Körner, Vorsitzender der Piratenpartei Deutschland. „Mit der FDP stimmen wir in vielen Dingen, besonders in der liberalen Politik, überein. Dort fanden wir relativ schnell Überschneidungen, die wir gemeinsam umsetzen können. Mit der ALFA ist das natürlich ein wenig anders, aber…naja, irgendwie wird das schon werden.“

Auch die anderen Beteiligten halten das Experiment für gewagt, sehen es aber als Schritt in die richtige Richtung. Bernd Lucke, Vorsitzender der ALFA, meinte dazu: „Natürlich erscheint es erst einmal unsinnig, mit den Piraten und der FDP zusammenzukommen. Aber nachdem ich sah, mit welchen radikalen Positionen meine ehemalige Partei Wahlerfolge erzielte, konnte ich nicht länger zusehen. Wir müssen etwas gegen das Monster tun, dass ich erschaffen habe. Wenn die mit unsinnigen Forderungen so viele Prozente einfahren, dann können wir das auch. Besonders das Programm der Piraten ist dazu gut geeignet.“

Christian Lindner, Vorsitzender der FDP, zeigte sich dagegen weniger begeistert: „Nun ja, eigentlich wollen wir das nicht wirklich machen. Aber irgendwas muss getan werden, damit wir im politischen Spektrum wieder relevanter werden. Vielleicht kann ein großer Schritt wie dieser genau das bewirken. Wenn die Piraten 1% auf den Tisch bringen, die ALFA 1% schaffen und wir 3% beitragen, dann sollte es mit dem Einzug in den Bundestag klappen.“

Anfangs wurde auch Martin Sonneborn, in Vertretung der Partei “Die Partei”, zu den Verhandlungen eingeladen. Er lehnte es jedoch ab, an den Gesprächen teilzunehmen. Auf die Frage nach einer Begründung dafür sagte er nur: “Ich dachte, wir wären die Satire-Partei.”.

Die genaue Umsetzung der Fusion werden die Vorstände in den nächsten Tagen ihren Parteimitgliedern bekannt geben. Bis jetzt ist nur bekannt, dass alle Vorstände ihre Posten behalten werden und quasi zu einem Riesenvorstand für die neue Partei verschmelzen werden. Mit dem Grundsatzprogramm verhält es sich ähnlich: Sich doppelnde Punkte werden gestrichen, während der Rest einfach zusammengeführt wird. „So können wir allen Ansprüchen der verschiedenen Parteimitglieder gerecht werden.“, erklärt der neue Super-Vorstand.

Über den Namen der neuen Partei ist man sich indes noch uneins. Starker Favorit ist allerdings momentan die „Piratige und liberale Allianz für Fortschritt, Aufbruch und Demokratie“, oder kurz PLAFAD.

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Quelle: Piraten-Planet
Autor:

Datum: Freitag, 1. April 2016 7:00

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